Brothers – Safaga (Salem Express) – Best of North (Wracks) – Tiran / 04.08. – 18.08.2022 / IN3

Tauchschiff: M/Y Independence III
Marineparktour: Do. 04.08. – Do. 18.08.2022
Reisedauer inkl. An-/Abreisetag: 15 Tage (13 Safaritage)

Route:

Voraussichtlich ab Port Ghalib / an Hurghada: Brothers – Safaga (Salem Express) – Best of North (Wracks) – Tiran

Ghalib-Elphinstone-Brothers-Salem-Nord-Tiran-HRG

Besonderheiten:

Auf dieser Wracktour besuchen wir die Brother Islands als Marinepark, die als solche einen der absolut spektakulärsten Highlights des Roten Meeres darstellen und gleichzeitig alle namhaften Wracks:

1. Teil Marineparktour: Brother Islands

Die beiden Felsnadeln ragen ca. 70 km vom ägyptischen Festland entfernt aus der Wasseroberfläche und gehören aufgrund ihrer exponierten Lage zum Besten was das Rote Meer zu bieten hat. Hier ist taucherische Sicherheit gefragt, denn die Strömungsverhältnisse können stark variieren und dem Taucher einiges abverlangen.

Der Big Brother ist leicht an seinem Leuchtturm zu erkennen, der 1883 von der englischen Marine erbaut wurde. Die Riffkante geht unvermittelt in eine Steilwand über, die auf über 500 Meter abfällt. An der Nordwestspitze findet man auf 7 bis 85 Meter das am prachtvollsten mit Weichkorallen bewachsene Wrack des Roten Meeres: die Numidia. Das englische Handelsschiff sank 1901 und stellt unser erstes, berühmtes Wrack auf dieser Tour dar. Hier besteht ferner die Möglichkeit Hammerhaie und andere große Jäger des Meeres zu beobachten. An der Nordwestseite liegt das zweite Wrack von Big Brother: die Aida. Der ehemalige Truppentransporter sank während eines Sturms im Jahre 1957 und ist in zwei Teile gebrochen. Der größte Teil des Schiffes liegt auf 30 bis 60 Meter und ist teilweise sehr gut erhalten.

Der Little Brother ist ca. 800 Meter von seinem großen Bruder entfernt und bekannt für seinen durchgängigen und üppigen Bewuchs an Weichkorallen, seinen großen Gorgonienfeldern, den riesigen Fischschwärmen und den sehr guten Chancen auf Haibegegnungen (Graue-, Hammer-, Seiden-, Fuchs- und Weißspitzenhochseehaie). Auf Grund der häufig auftretenden Strömung aus nördlicher Richtung sind entlang der Ost- und Westseite des Riffs hervorragende Drifttauchgänge möglich. Zudem kommt es an der Südspitze gelegentlich zu Sichtungen von Mantas.

Seit März 2019 gilt für die Brother Islands ein Übernachtungsverbot für Safarischiffe. Wir planen auf unsere Touren daher nur einen Tauchtag an den Brother Islands ein.

2. Teil Safaga: die schönsten Riffe

Das Middle Reef ist ein fast rundes Korallenriff, das bis unter die Oberfläche reicht. Umgeben wird es von einer Art Sockel mit einem schrägen Plateau, dessen Kante im 20 Meter Bereich als Steilabfall in großer Tiefe entschwindet. Im Süden und Südosten des Riffs erstreckt sich auf dem Plateau bis zu seiner Steilkante eine wunderschöne Korallenlandschaft. Hier tummelt sich alles, was das Rote Meer im Kleinen zu bieten hat. Aber auch Großfisch, Barakudas oder kapitale Barsche sind häufige Gäste.

Grundsätzlich sollten bei dem leicht ovalen Panorama Reef zwei Bereiche unterschieden werden: die Nordseite und der Süden des Riffs. Die Nordseite kann nur bei ruhiger See betaucht werden. Dann aber zeigt sich hier an dieser Stelle das Rote Meer mit von seiner schönsten Seite. Erst gleitet der Taucher über ein Plateau hinweg, das bis in etwa 22 Meter Tiefe abfällt und mit bunten Korallen überzogen ist. Danach schließt sich ein Steilabfall an, der auf 40 Meter und noch in weitere Tiefen führt. Die Flora und Fauna ist hier besonders üppig und Riffhaie patrouillieren mit Regelmäßigkeit. Schildkröten, Rochen und etliche große Schwarmfische, aber auch Einzelgänger wie der Napoleon, sind an diesem traumhaften Tauchplatz anzutreffen.

Ein fast immer sicherer Platz ist der Süden des Riffs. Auch hier fällt das Riff in Stufen ab und bietet alles, was das Rote Meer an Flora und Fauna aufzuweisen hat. Neugierige Barakudas und Napoleons sind ebenso anzutreffen wie Muränen und Millionen von Glasfischen.

Das Wrack der Salem Express ist, trotz der menschlichen Tragödie, heute ein stark frequentiertes Ziel. Wenn man an der Backbordseite, in zwölf Meter Tiefe, an den Fenstern bis zum Heck taucht, gelangt man zur Heckklappe, den beiden Schrauben und dem Ruder. Direkt am Bug sind die Schäden, die durch die Stauchung beim Aufprall auf das Riff entstanden sind, an den gewellten Rumpfplatten zu erkennen. Der hochgeklappte Bug und der aufgezogene Backbordanker eignen sich als Fotomotive. Wer im flacheren Wasser den zerschlagenen Fenstern an Backbord zum Bug hin folgt, kann durch etliche dieser Öffnungen einen Blick in das Innere werfen. Hartkorallen siedeln an den Schrauben und Propellerschäften an. Der Meeresgrund um das Wrack ist noch immer mit privaten Gegenständen bedeckt. Elektrogeräte, Radios, Reste von Kleidungsstücken und Polstern, Spielzeug und Koffer sind stumme Zeugen dieser Katastrophe.

Abu Kafan erstreckt sich in nord-südlicher Richtung, wobei die Südseite der geschützte Bereich ist und vorzugsweise als Ankerplatz genutzt wird. Abu Kafan läuft hier spitz aus und wird auf drei Seiten von steilen Korallenwänden begrenzt, die auf 100 Meter und tiefer fast senkrecht abfallen. Auf diesem vorgelagerten Plateau erhebt sich aus etwa 18 Meter Tiefe ein säulenartiger Korallenblock, der fast die Oberfläche erreicht. Ein traumhafter Platz, an dem alles beobachtet werden kann, was zum Leben in einem intakten Riff gehört.
Die fast senkrecht abfallende Ostseite des Riffs ist mit Weichkorallen, Gorgonen und Schwarzen Korallen bewachsen.

Die Nordseite ist nur bei ruhiger See zu betauchen. Auch hier zieht sich ein kleines Plateau in 22 bis 28 Meter ins offene Meer, das wie auf der Südseite an seinen Kanten senkrecht ins unergründliche Blau abfällt. Die Nordspitze von Abu Kafan ist der sichere Standort für Weich- und Fächerkorallen, aber auch für Großfisch aller Art. Besonders Riffhaie, Rochen, Barrakudas, aber auch Schildkröten und bisweilen Mantas sind hier anzutreffen.

3. Teil Nordtour: Wracks

Die Thistlegorm ist derzeit wohl das bekannteste Wrack des Roten Meeres. Der 126 m lange britische Militärfrachter aus dem 2. Weltkrieg wurde am 6. Oktober 1941 von einem deutschen Heinkel He 111-Kampfbomber mit 2 Torpedos, die die Munitionskammer trafen regelrecht entzwei geschossen und sank auf der Stelle. Der Hauptteil des Schiffes liegt auf ebenem Kiel in 30 m Tiefe auf sandigem Grund, die Kommandobrücke ragt bis 17 m auf. Insbesondere der vordere Teil ist gut erhalten; die als Deckfracht verladenen Eisenbahnwaggons befinden sich noch an ihrem ursprünglichen Platz. In den beiden vorderen Laderäumen, die durch die offenen Ladeluken einfach zu erreichen sind, sind u.a. zahlreiche Motorräder und Lastwagen vorzufinden. Das Heck ist abgesprengt und liegt mit einer Neigung von etwa 45 Grad auf dem Grund. Es ist durch den Bombentreffer und die folgenden Explosionen stark beschädigt, trägt aber immer noch die Flak-Kanone und ein weiteres Geschütz mit Schutzschild. Im Trümmerfeld zwischen beiden Schiffsteilen liegen Reste von Bedford-Lastwagen, kleine Schützenpanzer vom Typ Bren Gun Carrier und Granaten aller Größen. In der Nähe steht eine beschädigte Dampflok auf dem Meeresgrund. Sie gehörte wie die Waggons zur Deckfracht und wurde durch die Explosionen vom Schiff weggeschleudert. Im Weiteren stellt die Thistlegorm aber auch ein beeindruckendes Biotop mit zahlreichen verschiedenen Fischarten dar; oft lassen sich z. B. ganze Schwärme von großen Fledermausfischen beobachten.

Sha’ab Abu Nuhas: Das Riff liegt 5 km nördlich der Insel Shadwan. Es begrenzt den Ausgang der Straße von Gubal (diese mündet im Norden in den Suezkanal) ins Rote Meer und ist für die Schifffahrt ein gefährliches Hindernis. Für Taucher bietet das Riff gleich mehrere Wracks. In den letzten 130 Jahren versanken 7 bekannte und mehrere unbekannte Schiffe an diesem Sha’ab. Zu den vier bekanntesten Wracks gehören (im Nordwesten beginnend) die Giannis D (Holzfrachter), die Carnatic (Wein- und Flaschenfrachter), die Chrisoula K (Keramik- oder Fliesenfrachter) und das Wrack der Kimon M (Linsenfrachter).

Sha’ab Mahmoudad: Hier liegt das Wrack der „Dunraven“ (ein 85 m langer Dampfsegler von 1873) mit dem Kiel nach oben am Riff. Die tiefste Stelle bei etwa 29 m stellt das Heck dar, während die Kielspitze bis 18 m aufsteigt. Der Bug ist abgebrochen, liegt aber noch im Verband mit dem Rest des Schiffs. Der markanteste Punkt des Wracks ist das Ruder mit der Schiffsschraube, die einen dichten Bewuchs aus Korallen (Stein- und Weichkorallen) aufweist. Vom Heck aus auf der linken Seite liegen die beiden abgeknickten Masten und weitere Reste der Aufbauten. Durch zahlreiche Löcher und Risse kann man weitgehend gefahrlos in das Innere des Rumpfs tauchen, in dem u.a. die Reste der Dampfmaschine zu finden sind. Aufgrund ihrer langen Zeit auf dem Meeresgrund weist die Dunraven einen starken Bewuchs aus Stein-, Leder- und Weichkorallen auf und beherbergt, wie die meisten Wracks, zahlreiche Glasfische und Zackenbarsche.

Rosalie Moller: Der britische „Schüttgutfrachter“ wurde ebenfalls 1941 von deutschen Bombern versenkt und liegt gut erhalten bis max. 50 m Tiefe auf sandigem Grund. Das Wrack beherbergt neben den für Wracks typischen Schwärmen an Glasfischen, teilweise riesige Zackenbarsche, die sich im Schiffsinneren aufhalten. Die Rosalie Moller zu betauchen ist immer ein besonderes Erlebnis, welches jedoch aufgrund der Tiefe (Hauptdeck liegt auf ca. 36 m) und oft geringer Sicht einige Erfahrung voraussetzt.

4. Teil Straße von Tiran

Die Straße von Tiran birgt viele gute Tauchplätze wie etwa das Gordon Reef. Am Riff liegt ein Sandplateau, das mit vielen herrlichen Korallen bewachsen ist und eine große Anzahl an Klein- und Großfischen beherbergt.

Eine faszinierende Unterwasserwelt bietet auch das Thomas Reef. Ein spektakulärer Canyon sowie die herrliche Korallenlandschaft an der Steilwand sorgen für einen großartigen Tauchgang.

Große Chancen auf Großfische und Schildkröten zu treffen, bietet das Woodhouse Reef, an dem vornehmlich Driftdives durchgeführt werden. Besonders sehenswert ist der Canyon an der Ostseite des Riffs.

Das nördlichste Riff der Kette ist das Jackson Reef, das mit seiner im Osten liegenden Steilwand sowie den herrlichen Korallenlandschaften begeistert. Großfische und auch Schildkröten werden hier immer wieder gesichtet.

Geplanter Reiseablauf:

  • Anreisetag
    Transfer vom Flughafen zum Schiff in modernen, klimatisierten Bussen; Beziehen der Kabinen, Mahlzeit(en) entsprechend der Tageszeit
  • 1. Tag
    Auslaufen nach Genehmigung durch die Hafenpolizei um ca. 9:00, Checktauchgang und weitere 1-2 Tauchgänge an verschiedenen Tauchplätzen, Überfahrt zu den Brothers während der Nacht
  • 2. Tag
    3 Tauchgänge am Big Brother sowie am Little Brother, Überfahrt nach Safaga während der Nacht
  • 3. + 4. Tag
    Je 3 Tages-Tauchgänge im Bereich Safaga, Überfahrt in den Norden während der Nacht
  • 5. – 12. Tag
    je 3 Tages-Tauchgänge und ein Nacht-Tauchgang an den besten Tauchplätzen des Nordens und in der Straße von Tiran
  • 13. Tag
    2 Tauchgänge im Bereich Hurghada, Einlaufen in den Hafen gegen 16:00 Uhr
  • Abreisetag
    Mahlzeit(en) der Tageszeit entsprechend, Transfer vom Schiff zum Flughafen

Reisepreis für o. g. Reise:

1.899,- € pro Person
Inklusiv-Leistungen (im Preis enthalten):

  • Reisepreissicherungsschein
  • Übernachtung in halber Doppelkabine (Standard)
  • Vollpension an Bord inkl. Tee / Instantkaffee / Wasser / Softdrinks
  • 2 – 4 Tauchgänge pro Tag
  • 12l Alu-Flasche, Blei
  • ENOS
  • Nitrox
  • deutschsprachiger Guide

Obligatorische Leistungen (im Preis nicht enthalten):

  • Visum (derzeit 30,- €)
  • Genehmigungsgebühren (derzeit 215,- €)
  • Lokaler Transfer Flughafen Hurghada – Schiff am Anreisetag (35,- € / Strecke) und lokaler Transfer Schiff – Flughafen Hurghada am Abreisetag (10,- € / Strecke)

Fakultative Leistungen (kostenpflichtig, nach Bedarf):

  • Flug (auf Anfrage zum aktuellen Tagespreis)
  • alkoholische Getränke (z. B. 0,5l Bier: 3,00 € an Bord)
  • Stahlflaschen 15 L / 12 L sowie 15 L Alu (40,- € / Tour)
  • „Day Use“ (Tageszimmer) oder „Pool Use“ (Poolbenutzung) im Hotel (Preise auf Anfrage)

Freiwillige Leistungen (nicht verpflichtend, aber üblich):

  • Trinkgeld Crew (ca. 90,- €)

Hinweise:

  • Ein Verbot von Nachttauchgängen besteht für folgende Tauchplätze: Brothers, Daedalus und Elphinstone.
  • Safari-Touren sind abhängig von den Wetterverhältnissen, den behördlichen Anordnungen und letztendlich von der Entscheidung des Reiseleiters sowie des Kapitäns bzgl. der Sicherheit aller an Bord befindlichen Personen und des Schiffes. Somit sind Änderungen der Häfen und der angelaufenen Tauchplätze vorbehalten.
  • Hast Du einen Kabinenwunsch? Unsere Standard-Kabinen haben zwei Einzelbetten und befinden sich auf dem Hauptdeck. Auf dem 1. Oberdeck befinden sich die Kabinen mit Doppelbetten.Deinen Kabinenwunsch kannst Du bei der Buchung angegeben und wir werden je nach Verfügbarkeit versuchen Deine Wunschkabine für Dich zu sichern.
  • Auf unseren Schiffen kannst Du einen kostenlosen Internetzugang über WLAN erhalten, solange noch Telefonempfang besteht. Diese Leistung kann jedoch nicht garantiert werden!
  • Wir buchen für Dich gerne ein Tageszimmer („Day Use“) oder nur Poolbenutzung („Pool Use“) im Hotel, wenn aufgrund Deiner Ankunftszeit ein Check-In auf dem Schiff noch nicht möglich ist oder Du am Abreisetag noch sehr viel Zeit bis zum Abflug hast.
  • Alle genannten Preise der Exklusiv-Leistungen verstehen sich in € und pro Person.
  • Irrtümer, Änderungen und Zwischenverkauf vorbehalten.
  • Es gelten die Allgemeinen Reisebedingungen des Veranstalters Bluewater Safaris Germany GmbH & Co. KG.

Anfrage und Buchung:

Wenn du Fragen zu dieser Tauchsafari haben solltest, dann kannst du uns telefonisch unter

  • +49 (0)30 – 89 78 20 50

erreichen.

Alternativ kannst du uns auch über das folgende Formular eine unverbindliche Buchungsanfrage schicken:

    Bitte fülle dieses Formular aus. Alle Felder mit einem * sind verpflichtend.